{"id":1110,"date":"2018-08-28T15:47:08","date_gmt":"2018-08-28T13:47:08","guid":{"rendered":"http:\/\/hobbykeller.spdns.de\/?p=1110"},"modified":"2021-09-02T13:20:39","modified_gmt":"2021-09-02T11:20:39","slug":"moglichkeiten-und-grenzen-von-wahrungskrisen-durch-einschrankung-von-wahrungsswaps","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hobbykeller.spdns.de\/?p=1110","title":{"rendered":"M\u00f6glichkeiten und Grenzen der Abwehr von W\u00e4hrungskrisen durch Einschr\u00e4nkung von Kapitalmarkttransaktionen"},"content":{"rendered":"<p>In der Berichterstattung zur aktuellen W\u00e4hrungskrise der t\u00fcrkischen Lira konnte man j\u00fcngst lesen, dass die t\u00fcrkische Bankenaufsicht die sog. Swap Transaktionen eingeschr\u00e4nkt hat. Die meisten Berichterstattungen waren recht oberfl\u00e4chlich, und f\u00fcr mich wurden die Antworten auf folgende Fragen nicht klar:<\/p>\n<ol>\n<li>Was ist mit dem Begriff &#8220;Swap Transaktionen&#8221; gemeint?<\/li>\n<li>F\u00fcr wen gelten die Beschr\u00e4nkungen?<\/li>\n<li>Weshalb kann durch die Einschr\u00e4nkung besagter Gesch\u00e4fte die Abwertung der t\u00fcrkischen Lira gebremst werden?<\/li>\n<\/ol>\n<p>Der vorliegende Beitrag versucht, diese Fragen zu beantworten.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<h1>1. Der Swap als Cham\u00e4leon &#8211; eine Begriffskl\u00e4rung<\/h1>\n<p>Wann immer Journalisten, Juristen, Politiker oder sonstige Finanzmarktlaien (zu denen oft leider auch zahllose Bankberater z\u00e4hlen) mit dem Begriff &#8220;Swap&#8221; operieren, lohnt es sich erst einmal zu kl\u00e4ren, welche Finanzinstrumente eigentlich gemeint sind. Der Begriff &#8220;Swap&#8221; umfasst je nach Kontext ein ganzes Konvolut von m\u00f6glichen Gesch\u00e4ften. Im Zusammenhang mit W\u00e4hrungsgesch\u00e4ften sind hier folgende Transaktionen denkbar:<\/p>\n<ul>\n<li>Outright Forward Gesch\u00e4fte (sog. Devisentermingesch\u00e4fte)<\/li>\n<li>Forward Swaps, mitunter auch als FX Swaps bezeichnet<\/li>\n<li>Cross Currency Swaps<\/li>\n<\/ul>\n<p>Ein Blick in die <a href=\"https:\/\/www.bddk.org.tr\/WebSitesi\/english\/Announcements\/Press_Releases\/17182duyuru25ing.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\" class=\"broken_link\">Bekanntmachung der t\u00fcrkischen Finanzmarktaufsicht BDDK<\/a> best\u00e4tigt diese Vermutung: dort werden &#8220;currency swaps and other similar products (spot + forward FX transactions&#8221; aufgez\u00e4hlt. Die recht kurz gehaltene Anweisung an t\u00fcrkische Finanzinstitute erl\u00e4utert ferner, dass die Beschr\u00e4nkung grunds\u00e4tzlich f\u00fcr alle Transaktionen gilt, in denen eine in der T\u00fcrkei beheimatete Partei zu Beginn der Transaktion Zahlungen in t\u00fcrkischer Lira erbringt und gleichzeitig Fremdw\u00e4hrung empf\u00e4ngt.<\/p>\n<p>Die nachfolgenden Unterabschnitte enthalten technische Beschreibungen der 3 genannten Gesch\u00e4ftstypen. Leser, die mit diesen Gesch\u00e4ftstypen bereits vertraut sind, k\u00f6nnen gleich zu Abschnitt 2 springen.<\/p>\n<h2>1.1 Outright Forward Gesch\u00e4fte<\/h2>\n<p>Im Gegensatz zu Devisenkassagesch\u00e4ften, die sofort durchgef\u00fchrt werden, werden Outright Forward Gesch\u00e4fte zu einem zuk\u00fcnftigen Zeitpunkt durchgef\u00fchrt. Im deutschen Sprachgebrauch wird hierf\u00fcr der Ausdruck &#8220;Devisentermingesch\u00e4ft&#8221; benutzt. Im Normalfall dienen solche Gesch\u00e4fte der Festlegung eines zuk\u00fcnftigen Wechselkurses bei einem Warenexportgesch\u00e4ft.<\/p>\n<h3>Beispiel:<\/h3>\n<p>Ein s\u00fcdafrikanischer Getr\u00e4nkeabf\u00fcller bestellt bei einem italienischen Hersteller eine neue Abf\u00fcllanlage. Die Anlage soll in 6 Monaten zu einem Preis von 5 Mio. EUR geliefert werden. Da der s\u00fcdafrikanische Besteller bef\u00fcrchtet, dass der s\u00fcdafrikanische Rand (ZAR) gegen den EUR innerhalb der n\u00e4chsten 6 Monate abwerten k\u00f6nnte, vereinbart er mit seiner Bank, dass er in 6 Monaten zu einem heute bereits festgelegten Randbetrag 5 Mio. EUR erwirbt.<\/p>\n<p>Die spannede Frage lautet: Wie berechnet man diesen 6M outright forward Kurs? Die Antwort liefert die Zins-Parit\u00e4ten-Theorie, die besagt, dass es zu einem bestehenden EURZAR Kassakurs, einem 6M Zinssatz auf EUR-Anlagen und einem 6M Zinssatz auf ZAR Anlagen nur eine 6M EURZAR Rate geben kann. Unter vereinfachenden Annahmen (An- und Verkauf zum selben Kurs &#8211; also keine Geld-Brief Spanne, Zinsen werden monats- und nicht taggenau berechnet) nehmen wir folgende Marktsituation bei Vertragsabschluss an:<\/p>\n<ul>\n<li>Devisenkassakurs EURZAR = 16.72 [ZAR pro 1 EUR]<\/li>\n<li>6M Zinssatz f\u00fcr Depositen am Interbankenmarkt in EUR i_6M_EUR = -0.27% p.a.<\/li>\n<li>6M Zinssatz f\u00fcr Kredite am Interbankenmarkt in ZAR i_6M_ZAR = 7.625% p.a.<\/li>\n<\/ul>\n<p>F\u00fcr die Zinss\u00e4tze wurden hilfsweise der aktuelle <a href=\"https:\/\/www.euribor-rates.eu\/euribor-rate-6-months.asp\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">6M EURIBOR<\/a> sowie der <a href=\"https:\/\/www.jse.co.za\/_layouts\/15\/DownloadHandler.ashx?FileName=\/Safex\/mtmdata\/3oclock\/MTM%20Fair.xls\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">6M JIBAR<\/a> benutzt.<\/p>\n<p>Die Bank nimmt nun 16.72 ZAR am Interbankenmarkt zu 7.625% f\u00fcr 6M auf, tauscht diese am Devisenkassamarkt sofort in 1 EUR und legt diesen EUR f\u00fcr 6 Monate zu -0.27% an. Nach 6 Monaten tauscht sie das Ergebnis der EUR Anlage zum vorher vereinbarten Kurs in ZAR zur\u00fcck. Der 6M Outright Forward EURZAR Kurs kann nur 17.38 [ZAR pro 1 EUR in 6 Monaten] sein. Weshalb das so ist, geht aus der folgenden Tabelle der Zahlungsstr\u00f6me hervor:<\/p>\n<p>[table id=16 \/]<\/p>\n<p>Wie aus der zweiten Spalte ersichtlich heben sich alle Zahlungsstr\u00f6me per heute zu null auf. Dies muss auch f\u00fcr die dritte Spalte (die Zahlungsstr\u00f6me in 6 Monaten) gelten. Ob sich diese zuk\u00fcnftigen Zahlungsstr\u00f6me zu null addieren, h\u00e4ngt allein vom Outright Forward Kurs ab:<\/p>\n<p>Bei einem Kurs, der h\u00f6her als 17.38 ist, verbliebe der Bank ein risikoloser Gewinn aus der Operation. Es w\u00fcrde sich dann lohnen, diese Transaktion gleich mit ein paar Milliarden Rand durchzuf\u00fchren. Dadurch w\u00fcrde aber der 6M ZAR Zins hoch-, der 6M EUR-Zins herunter- und die EURZAR Spotrate hochgetrieben, so dass der h\u00f6here Forward Kurs wieder zu einem Profit von null f\u00fchren w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Im umgekehrten Fall, dass der 6M Outright Forward EURZAR Kurs unter 17.38 liegt, ergibt sich ein garantierter Verlust aus der Operation. Mit anderen Worten: Die inverse Operation produziert einen garantierten Gewinn, so dass sich erneut eine Arbitrage &#8211; diesmal in umgekehrter Richtung &#8211; ergeben w\u00fcrde.<\/p>\n<h2>1.2 Forward Swaps<\/h2>\n<p>W\u00e4hrend f\u00fcr einen Importeur, der eine in der Zukunft liegende Devisentransaktion absichern m\u00f6chte, der Outright Forward Kurs im Mittelpunkt steht, handeln professionelle Marktteilnehmer Devisenterminrisiken \u00fcblicherweise als Forward Swap und nicht als Outright Forward. Einer <a href=\"http:\/\/www.nationalbanken.dk\/en\/publications\/Documents\/2001\/12\/2001_MON4_turn53.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Erhebung der D\u00e4nischen Zentralbank<\/a> zufolge betrug der in USD umgerechnete mittlere Tagesumsatz d\u00e4nischer Banken in Outright Forwards 700 Mio. USD, w\u00e4hrend im Schnitt 17.3 Mrd. USD in Forward Swaps umgesetzt wurden.<\/p>\n<p>Die Pr\u00e4ferenz f\u00fcr Forward Swaps ist technischer Natur: W\u00e4hrend Outright Forwards sowohl Fremdw\u00e4hrungs- als auch Zinsexposition haben<\/p>\n<p>Ein Forward Swap besteht aus einer Devisenkassa-Transaktion per heute sowie aus einem Outright Forward Gesch\u00e4ft in umgekehrter Richtung in der Zukunft. Quotiert wird der Forward Swap aus der Differenz zwischen dem entsprechenden Outright Forward Kurs und dem Devisenkassakurs.<\/p>\n<h3>Beispiel<\/h3>\n<p>Der Forward Swapsatz f\u00fcr 6M EURZAR w\u00fcrde sich als Outright Forward Kurs &#8211; Devisenspotkurs = 17.38 &#8211; 16.72 = 0.66 ergeben. (\u00dcblicherweise wird der Swapsatz auf den Kursmonitoren aus Ganzzahl &#8211; in diesem Fall also 66 dargestellt).<\/p>\n<p>Ein 6M EURZAR Forward Swap, bei dem die Bank dem Kunden EUR auf Termin verkauft s\u00e4he also wie folgt aus:<\/p>\n<p>[table id=18 \/]<\/p>\n<p>F\u00fcr den s\u00fcdafrikanischen Getr\u00e4nkeabf\u00fcller ergibt sich allerdings ein Problem: Wenn er im Rahmen eines Forward Swaps seine Wechselkursrisiken absichern m\u00f6chte, dann hat er ja per heute gar keine EUR, die er gegen ZAR verkaufen k\u00f6nnte (ansonsten h\u00e4tte er ja kein Wechselkursrisiko, denn er k\u00f6nnte sein EUR Guthaben 6 Monate lang anlegen und h\u00e4tte es dann f\u00fcr den Maschinenkauf zur Verf\u00fcgung. Das \u00f6konomische Ergebnis st\u00fcnde damit heute schon fest &#8211; und zwar unabh\u00e4ngig davon, wo EURZAR Kurs in 6 Monaten handeln wird). Das Problem wird dadurch gel\u00f6st, dass der Getr\u00e4nkeabf\u00fcller per heute zus\u00e4tzlich zum Forward Swap ein Devisenkassegesch\u00e4ft t\u00e4tigt, in dem er gleichzeitig die entsprechende EUR-Menge gegen ZAR zum Devisenspotkurs ankauft. Dadurch l\u00f6sen sich s\u00e4mtliche Zahlungsstr\u00f6me aus Kundensicht per heute zu null auf, und vom urspr\u00fcnglichen Forward Swap verbleibt nur noch das Devisenkassegesch\u00e4ft.<\/p>\n<p>Aus Sicht der Transaktionskosten ist nat\u00fcrlich die Frage spannend, ob der Kunde beim simultanen Kauf und Verkauf von EUR am Devisenkassemarkt von seiner Bank einmal komplett durch die Geld-Brief Spanne getrieben wird. Seri\u00f6se Banken werden f\u00fcr ein solches Nullsummenspiel keine Geld-Brief-Spanne berechnen &#8211; zumal sie ja f\u00fcr den Kunden weniger einseh- und nachpr\u00fcfbar den Forward Swap Satz zu ihren Gunsten gestalten k\u00f6nnen.<\/p>\n<h1>1.3 Cross Currency Swaps<\/h1>\n<p>Im deutschen Sprachgebrauch werden diese Gesch\u00e4fte als Zins-W\u00e4hrungs-Swaps bezeichnet. Prominenz erlangten diese Gesch\u00e4fte im Zusammenhang mit <a href=\"http:\/\/hobbykeller.spdns.de\/?p=172\">Millionenverlusten, die deutsche Kommunen mit synthetischen CHF-Fremdw\u00e4hrungskrediten<\/a> erlitten. W\u00e4hrend Outright Forwards und Forward Swaps haupts\u00e4chlich in Zusammenhang mit Exportgesch\u00e4ften Verwendung finden, werden Cross Currency Swaps i.d.R. als Absicherungsprodukt f\u00fcr in Fremdw\u00e4hrung gehaltene Finanzanlagen benutzt.<\/p>\n<h3>Beispiel<\/h3>\n<p>Ein spanischer Pensionsfonds erwirbt eine frisch vom US Treasury begebene T-Note, die zu 100 USD handelt, einen Kupon von 3% (d.h. halbj\u00e4hrlich 1.50 USD) verspricht und nach 10 Jahren zu 100 USD tilgt.<\/p>\n<p>Da in Spanien beheimatet, rechnet der Pensionsfonds in EUR und nicht in USD. Der Fonds h\u00e4tte also eigentlich am liebsten eine in EUR begebene Fremdw\u00e4hrungsanleihe des US-Treasury erworben &#8211; nur bietet das US Schatzamt so eine Anleihe nicht an. Deshalb trifft der Pensionsfonds mit seiner Bank eine Vereinbarung das alle USD Zahlungen aus der Anleihe in heute bereits festgelegte EUR Betr\u00e4ge getauscht werden.<\/p>\n<p>Je nach Ausgestaltung des Cross Currency Swaps lassen sich&#8230;<\/p>\n<ul>\n<li>Festkupons in einer W\u00e4hrung in Festkuponreihen in einer anderen W\u00e4hrung,<\/li>\n<li>Festkupons in einer W\u00e4hrung in variable Kupons in einer anderen W\u00e4hrung und<\/li>\n<li>Variable Kupons in einer W\u00e4hrung in variable Kupons in einer anderen W\u00e4hrung<\/li>\n<\/ul>\n<p>umwandeln. Zus\u00e4tzlich kann noch festgelegt werden, ob das Nominal (also die zugrundeliegende Bezugsgr\u00f6\u00dfe f\u00fcr die Bestimmung der Zinszahlungen) am Anfang und am Ende ausgetauscht werden.<\/p>\n<p>Als Sonderfall des Zinsswaps mit Fremdw\u00e4hrungskomponenten ist die finanzmathematische Bewertung von Cross Currency Swaps extrem aufw\u00e4ndig und entzieht sich einer kurzen \u00dcbersichtsdarstellung. Es werden neben aufw\u00e4ndigen Bewertungsbibliotheken Forwad-, Diskont, und Cross-Currency Basiskurven ben\u00f6tigt, die nur \u00fcber kostenpflichtige Datenlieferanten wie Bloomberg oder Reuters bezogen werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<h1>2. Adressatenkreis der Beschr\u00e4nkung<\/h1>\n<p>In Pressemeldungen war mitunter zu lesen, dass durch den Erlass der t\u00fcrkischen Finanzmarktaufsicht sog. &#8220;Offshore-Banken&#8221; der Zugriff auf t\u00fcrkische Lira erschwert w\u00fcrde. Das ist in dieser Form irref\u00fchrend, denn die Regulierung setzt nat\u00fcrlich nicht bei den Offshore-Banken an, sondern bei den in der T\u00fcrkei anss\u00e4ssigen Instituten, die der nat\u00fcrliche Anbieter von TRY auf dem internationalen Devisenmarkt sind. Als t\u00fcrkische Aufsichtsbeh\u00f6rde kann die BDDK nat\u00fcrlich nur den in der T\u00fcrkei beheimateten Banken Anweisungen erteilen &#8211; auch wenn dies nicht notwendigerweise t\u00fcrkische Institute sein m\u00fcssen sondern auch T\u00fcrkei-Niederlassungen international operierender Banken betrifft.<\/p>\n<p>Der Adressatenkreis geht auch unmissverst\u00e4ndlich aus dem Wortlaut der anfangs verlinkten Anweisung hervor, in dem von &#8220;local banks&#8221; die Rede ist.<\/p>\n<h1>3. Beabsichtigte Stabilisierungswirkung der Beschr\u00e4nkungen<\/h1>\n<p>Aus Sicht der t\u00fcrkischen Regierung besteht das gegenw\u00e4rtige Problem in einem anhaltenden Verfall des Au\u00dfenwerts der t\u00fcrkischen W\u00e4hrung &#8211; insbesondere gemessen an den Wechselkursen gegen\u00fcber anderen wichtigen W\u00e4hrungen wie dem USD oder dem EUR. Obgleich man durchaus dar\u00fcber debattieren k\u00f6nnte, ob der Abwertungsdruck auf die t\u00fcrkische Lira tats\u00e4chlich das urs\u00e4chliche Problem oder eher das Symptom tiefer liegender \u00f6konomischer Probleme ist, w\u00e4hlen wir als Zielfunktion, dass der Wechselkurs der t\u00fcrkischen Lira gegen\u00fcber dem USD stabilisiert werden soll.<\/p>\n<h2>3.1 Angebots- und Nachfragemechanik am Devisenmarkt<\/h2>\n<p>Wie l\u00e4sst sich dies also erreichen? &#8211; Da der Preis einer TRY in USD davon abh\u00e4ngig ist, wieviel TRY im Tausch gegen USD angeboten und nachgefragt werden, gibt es 2 grunds\u00e4tzliche L\u00f6sungspfade f\u00fcr das Problem:<\/p>\n<ol>\n<li>Es m\u00fcssen am Devisenmarkt mehr USD im Tausch gegen TRY angeboten werden (Angebotsausweitung der Fremdw\u00e4hrung)<\/li>\n<li>Es m\u00fcssen am Markt weniger TRY im Tausch gegen USD angeboten werden (Verknappung der heimischen W\u00e4hrung)<\/li>\n<\/ol>\n<p>Der erste Pfad ist f\u00fcr die T\u00fcrkei nur begrenzt gangbar: Wie f\u00fcr jede Zentralbank sind die in Fremdw\u00e4hrung gehaltenen Devisenreserven leider immer eine endliche Gr\u00f6\u00dfe. Die einzige Zentralbank, die eine unbegrenzte Feuerkraft in USD hat, ist die US Federal Reserve &#8211; nur sieht sie aus nachvollziehbaren Gr\u00fcnden keinen Anlass f\u00fcr St\u00fctzungsk\u00e4ufe der TRY gegen USD.<\/p>\n<p>Bleibt der zweite Pfad, n\u00e4mlich die Verknappung des Angebots an TRY am internationalen Markt. Dies zielt insbesondere auf die in Finanzkrisen immer verhassten &#8220;Spekulanten&#8221; ab.<\/p>\n<h2>3.2 Abwehr spekulartiver Attacken \u00fcber Outright Forwards<\/h2>\n<p>Anleger, die auf einen fortgesetzten Verfall der TRY setzen, k\u00f6nnen zun\u00e4chst eigene TRY Guthaben in eine andere W\u00e4hrung tauschen (USD, CHF, EUR), die von ihnen als stabiler empfunden werden.<\/p>\n<p>Da jedoch das Gros der W\u00e4hrungsspekulanten wenn \u00fcberhaupt nur \u00fcber geringe TRY Guthaben verf\u00fcgen, werden sie nach Instrumenten suchen, die eine h\u00f6here quantitative Wirkung entfalten k\u00f6nnen. Hier kommen die in Abschnitt 1 vorgestellten Instrumente ins Spiel:<\/p>\n<p>Ein Outright Forward erm\u00f6glicht es, eine Short Position in einer W\u00e4hrung einzugehen, die man selbst nicht h\u00e4lt. Der aktuelle Devisenkassakurs f\u00fcr USDTRY betr\u00e4gt gegenw\u00e4rtig rund 6 TRY pro 1 USD. Bei einer <a href=\"http:\/\/www.trlibor.org\/english\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\" class=\"broken_link\">1M TRLIBOR Rate von rund 21%<\/a> und einer 1M USD LIBOR Rate von 2.07% m\u00fcsste der 1M Outright Forward f\u00fcr USDTRY etwa bei 6.1 TRY pro 1 USD handeln. Ein Spekulant, der damit rechnet, dass innerhalb des n\u00e4chsten Monats der USDTRY Kurs bei 8 TRY pro USD handelt, geht wie folgt vor:<\/p>\n<ol>\n<li>Er ruft seine Bank an und verkauft heute in einem Outright Forward Gesch\u00e4ft 6.1 TRY auf Termin gegen 1 USD, getauscht wird in einem Monat<\/li>\n<li>Geht sein Plan auf, dann kann er in einem Monat mit 1 USD\u00a0 8 TRY am Devisenmarkt erwerben. Davon nimmt er 6.1 TRY und tauscht sie vereinbarungsgem\u00e4\u00df bei seiner Bank gegen 1 USD ein. Ihm verbleibt ein Gewinn von 1.9 TRY ein (die er vermutlich auch gleich am Devisenmarkt in USD umtauschen wird).<\/li>\n<\/ol>\n<p>Die spannende Frage lautet: Was wird die Bank, die dem Spekulanten in einem Monat 1 USD f\u00fcr 6.1 TRY verkaufen muss, tun um sich ihrerseits schadfrei zu halten? Wenn sie diesen Betrag erst in einem Monat bei f\u00fcr 8 USD am Devisenkassamarkt eindeckt, macht sie ja einen Verlust. Die Antwort lautet: Die Bank t\u00e4tigt heute bereits eine Serie von Gesch\u00e4ften, die ihr in einem Monat eine Einzahlung von 6.1 TRY und eine Auszahlung von 1 USD beschert. Diese Zahlungen stellt sie dann gegen das Kundengesch\u00e4ft:<\/p>\n<p>[table id=19 \/]<\/p>\n<p>Die zweite Aktion in der Auflistung zeigt dann auch, weshalb diese Transaktion unter die Beschr\u00e4nkung der t\u00fcrkischen Aufsichtsbeh\u00f6rde f\u00e4llt: Es werden zu Beginn der Transaktion t\u00fcrkische Lira gegen USD am Devisenkassamarkt verkauft.<\/p>\n<p>Es sei hier darauf hingewiesen, dass die Transaktion mit dem Kunden selbst keinen anf\u00e4nglichen Verkauf t\u00fcrkischer Lira gegen Fremdw\u00e4hrung beinhaltet. Ein solcher Verkauf der heimischen W\u00e4hrung wird vielmehr im Rahmen des Hedge-Gesch\u00e4fts n\u00f6tig. Obwohl Banker bekannterma\u00dfen sehr erfinderisch sind, wenn es darum geht Anweisungen der Regulierer durch Umgehungstransaktionen oder formaljuristische H\u00fctchenspielertricks auszuhebeln, ist wohl nicht damit zu rechnen, dass sich in der T\u00fcrkei ans\u00e4ssige F\u00fchrungskr\u00e4fte in den Banken daran machen, Gesch\u00e4fte gezielt so zu strukturieren, dass sie zwar mit dem Wortlaut der Anweisung in Einklang stehen aber erkennbar gegen die Intention versto\u00dfen.<\/p>\n<h2>3.3 Abwehr spekulativer Attacken durch Forward Swaps<\/h2>\n<p>Zur Auswirkung von Forward Swaps auf den USDTRY Kassakurs rufen wir uns noch einmal in Erinnerung, wie dieses Gesch\u00e4ft eigentlich funktioniert: Bei einem Forward Swap wird heute ein W\u00e4hrungstausch am Devisenkassamarkt vorgenommen, der zu einem zuk\u00fcnftigen Zeitpunkt durch ein gegenl\u00e4ufiges Devisentermingesch\u00e4ft zum Outright Forward Kurs wieder neutralisiert wird.<\/p>\n<p>Es sind also zwei m\u00f6gliche &#8220;Richtungen&#8221; f\u00fcr einen Forward Swap denkbar:<\/p>\n<ol>\n<li>Verkaufe 1 USD f\u00fcr 6 TRY, kaufe in einem Monat den USD f\u00fcr 6.1 TRY zur\u00fcck<\/li>\n<li>Kaufe heute 1 USD f\u00fcr 6 TRY, verkaufe den USD wieder in einem Monat gegen 6.1 TRY<\/li>\n<\/ol>\n<p>Beide F\u00e4lle sind jemanden, der auf einen fortgesetzten Wertverfall des TRY gegen den USD wetten m\u00f6chte nicht sehr hilfreich. Zu 1: Weshalb sollte jemand heute seine USD in TRY tauschen, wenn er doch davon ausgeht, dass die TRY gegen den USD abwerten wird? Zu 2: Wieso sollte jemand sich heute verpflichten, in einem Monat einen USD gegen 6.1 TRY herauszugeben, wenn er davon ausgeht, dass er in einem Monat deutlich mehr TRY bekommt als der heutige Devisenterminkurs impliziert?<\/p>\n<p>Es zeigt sich hier, dass Forward Swaps f\u00fcr reine Devisenspekulationen eher ungeeignet sind. Das liegt daran, dass sie eigentlich kein W\u00e4hrungsinstrument sondern ein Zinsprodukt darstellen, mit dem man auf die Entwicklung der Zinsdifferenz zwischen zwei W\u00e4hrungen wetten kann. Aus diesem Grund bevorzugen professionelle Marktteilnehmer auch die Forward Swaps: Sie sind reine Zinsinstrumente, w\u00e4hrend Outright Forwards sowohl Devisen- als auch Zinsrisiken enthalten. Da die Handelstische so organisiert sind, dass sie entweder nur f\u00fcr Zinsen oder nur f\u00fcr Devisenprodukte verantwortlich sind, l\u00e4sst sich der Forward Swap in der Handelsorganisation besser unterbringen.<\/p>\n<p>Weshalb ein Forward Swap eigentlich ein reinrassiges Zinsinstrument ist, kann man sich an folgendem Sachverhalt klar machen: Jemand der im oben dargestellten Fall 1 heute einen USD hergibt (verleiht) um ihn in einem Monat zur\u00fcckzubekommen und gleichzeitig heute TRY in seine Best\u00e4nde nimmt (leiht), um sie einen Monat sp\u00e4ter wieder zur\u00fcckzuzahlen, verleiht eigentlich USD und leiht sich gleichzeitig TRY.<\/p>\n<p>Damit ein solches Gesch\u00e4ft lukrativ ist, m\u00fcssen die USD-Zinsen kurzfristig fallen und\/oder die TRY-Zinsen kurzfristig ansteigen. Jemand der einen USD verliehen hat, kann diesen bei gesunkenem Zins dann selbst g\u00fcnstiger leihen und hat am Ende der Laufzeit einen garantierten Gewinn. Analog kann jemand, der sich eine TRY geliehen hat, nach einem TRY-Zinsanstieg diese TRY zu h\u00f6heren Zinsen weiterverleihen und hat ebenfalls einen garantierten Gewinn.<\/p>\n<p>Grunds\u00e4tzlich gilt, f\u00fcr den vorgestellten Fall 1, dass ein Profit entsteht, wenn die Differenz zwischen TRY-Zins und USD-Zins ansteigt. Im Fall 2 gilt das Umgekehrte: F\u00e4llt die Differenz zwischen TRY-Zins und USD-Zins, so ergibt sich beim Verleih von USD und der Leihe von TRY ein Gewinn.<\/p>\n<p>Nun stellt sich die spannende Frage, wie dieses Instrument von jemandem genutzt werden kann, der auf eine Versch\u00e4rfung der t\u00fcrkischen Finanzmarktkrise wetten m\u00f6chte. Wesentlich ist hier die Idee, dass die T\u00fcrkei den Leitzins anheben m\u00fcsste, um ihre W\u00e4hrung zu stabilisieren. Genau diese Option hatte die t\u00fcrkische Regierung aus politischen Machbarkeits\u00fcberlegungen jedoch kategorisch ausgeschlossen. Wer also davon ausgeht, dass die t\u00fcrkische Exekutive letzlich doch klein beigeben und den Leitzins anheben muss, der m\u00fcsste darauf wetten, dass die Differenz zwischen TRY-Zins und USD-Zins sich erh\u00f6ht.<\/p>\n<p>Ein Krisenspekulant m\u00fcsste also jetzt (zum noch &#8220;zu niedrigen&#8221; Zins) TRY aufnehmen und USD verleihen, um sp\u00e4ter in einem Gegengesch\u00e4ft die aufgenommenen TRY in einem Gegengesch\u00e4ft wieder selbst zu verleihen, mithin m\u00fcsste er den Forward Swap in der in Fall 1 dargestellten Richtung handeln. Da der Kunde zu Beginn TRY kauft, m\u00fcsste die Bank als Kontrahentin spiegelbildlich TRY auszahlen (gegen Erhalt von USD). Dies ist aber durch die Verf\u00fcgung\u00a0 der Aufsicht (&#8220;&#8230;where at the initial date local banks pay TRY&#8230;&#8221;) untersagt.<\/p>\n<h2>3.3 Stabilisierung der W\u00e4hrung durch Beschr\u00e4nkung von Cross Currency Swaps<\/h2>\n<p>Wie in Abschnitt 1.3 dargestellt, dienen Cross Currency Swaps prim\u00e4r dazu, sich vor den Risiken lang laufender Zinsanlagen in Fremdw\u00e4hrung zu sch\u00fctzen. Ein US-Anleger, der eine t\u00fcrkische Staatsanleiehe h\u00e4lt und bef\u00fcrchtet, dass die in TRY ausgezahlten Kupon- und Tilgungsleistungen durch eine TRY-Abwertung und (viel wichtiger) Anstieg der langfristigen TRY-Zinsen an Gegenwert in USD verlieren, wird entweder diese Anleihe direkt absto\u00dfen oder versuchen, sie mittels eines Zins-W\u00e4hrungs-Swaps in eine synthetische USD-Anleihe zu verwandeln.<\/p>\n<p>Dazu m\u00fcsste er feste TRY-Kupons zahlen, um (je nach Gusto feste oder variable) USD-Kupons zu empfangen. Da die Tilgung i.d.R. das h\u00f6chste barwertige Gewicht in den empfangenen Zahlungsstr\u00f6men hat, wird er vermutlich auch noch ein &#8220;final notional exchange&#8221; vereinbaren, in dem bereits heute die TRY-Tilgung in USD festgeschrieben wird. &#8211; Nat\u00fcrlich werden sich nicht nur Anleger mit Hedge-Bedarf sondern auch Spekulanten, die keine TRY-Anleihen halten, f\u00fcr dieses Instrument interessieren.<\/p>\n<p>Grunds\u00e4tzlich empf\u00e4ngt die Bank also von ihrem Kunden &#8211; ob er nun hedgen oder spekulieren will &#8211; TRY-Festzinsen, die sie am Markt wieder &#8220;herausdrehen&#8221; muss. Sie wird sich also ein \u00e4hnliches Instrument suchen, das sie am Markt shorten kann &#8211; in entwickelten M\u00e4rkten wird dies ein laufzeiten\u00e4quivalenter Anleihen Future sein, in weniger entwickelten M\u00e4rkten wird sie eine andere TRY-Festzinsanleihe leerverkaufen (vermutlich eine t\u00fcrkische Staatsanleihe). Das \u00dcberhangangebot, was durch den Verkauf t\u00fcrkischer Anleihen entsteht f\u00fchrt zu einem Preisverfall dieser Anleihen und somit zu einem Anstieg der t\u00fcrkischen Zinsen &#8211; wobei dieser Aufftrieb anders als bei kurzfristig wirkenden Forward Swaps eher am langen Ende der TRY-Kurve stattfindet.<\/p>\n<p>F\u00e4llt ein solches Gesch\u00e4ft nun auch unter die Generaldefinition i.d.S., dass die t\u00fcrkische Bank anfangs TRY auszahlt und USD (oder eine sonstige Fremdw\u00e4hrung) empf\u00e4ngt? Die unmittelbare Kunde-Bank-Beziehung beinhaltet jedenfalls keine Auszahlung von TRY gegen Fremdw\u00e4hrung. Vielmehr empf\u00e4ngt die Bank zun\u00e4chst TRY und erh\u00e4kt USD. Wenn die Bank allerdings das Gesch\u00e4ft hedgen m\u00f6chte (und es wird ihr nichts anderes \u00fcbrig bleiben), dann muss sie eine TRY-Anleihe ver\u00e4u\u00dfern, den TRY-Erl\u00f6s dieses Leerverkaufs in USD umtauschen und damit eine geeignete USD-Anleihe erwerben. Damit ergibt sich indirekt ein Devisentausch von TRY in Fremdw\u00e4hrung am Kassamarkt. Im Endeffekt l\u00e4uft die Anweisung der Aufsichtsbeh\u00f6rde wie beim Outright Forward Gesch\u00e4ft darauf hinaus, dass s\u00e4mtliche Kassagesch\u00e4fte am Devisenmarkt, bei denen TRY gegen Fremdw\u00e4hrung angeboten wird &#8211; unabh\u00e4ngig davon, ob dieses Devisenangebot im Kundengesch\u00e4ft oder im Replikationshedge entsteht.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In der Berichterstattung zur aktuellen W\u00e4hrungskrise der t\u00fcrkischen Lira konnte man j\u00fcngst lesen, dass die t\u00fcrkische Bankenaufsicht die sog. Swap Transaktionen eingeschr\u00e4nkt hat. Die meisten Berichterstattungen waren recht oberfl\u00e4chlich, und<span class=\"more-button\"><a href=\"https:\/\/hobbykeller.spdns.de\/?p=1110\" class=\"more-link\">Continue reading<span class=\"screen-reader-text\">M\u00f6glichkeiten und Grenzen der Abwehr von W\u00e4hrungskrisen durch Einschr\u00e4nkung von Kapitalmarkttransaktionen<\/span><\/a><\/span><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[4],"tags":[],"class_list":["post-1110","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-derivate"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/hobbykeller.spdns.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1110","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/hobbykeller.spdns.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/hobbykeller.spdns.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hobbykeller.spdns.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hobbykeller.spdns.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1110"}],"version-history":[{"count":21,"href":"https:\/\/hobbykeller.spdns.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1110\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1528,"href":"https:\/\/hobbykeller.spdns.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1110\/revisions\/1528"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/hobbykeller.spdns.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1110"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/hobbykeller.spdns.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1110"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/hobbykeller.spdns.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1110"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}