{"id":1769,"date":"2023-03-15T01:04:06","date_gmt":"2023-03-15T00:04:06","guid":{"rendered":"https:\/\/hobbykeller.spdns.de\/?p=1769"},"modified":"2023-03-17T12:43:49","modified_gmt":"2023-03-17T11:43:49","slug":"energiewende-marchen-im-gewand-einer-investitionsrechnung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hobbykeller.spdns.de\/?p=1769","title":{"rendered":"Energiewende-M\u00e4rchen im Gewand einer Investitionsrechnung"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full\"><a href=\"https:\/\/hobbykeller.spdns.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/bartfront-1.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"631\" height=\"475\" src=\"https:\/\/hobbykeller.spdns.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/bartfront-1.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-1772\" srcset=\"https:\/\/hobbykeller.spdns.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/bartfront-1.png 631w, https:\/\/hobbykeller.spdns.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/bartfront-1-300x226.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 631px) 100vw, 631px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Quelle: <a href=\"https:\/\/www.ranzey.com\/generators\/bart\/index.html\">https:\/\/www.ranzey.com\/generators\/bart\/index.html<\/a><\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<div class=\"wp-block-simple-alerts-for-gutenberg-alert-boxes sab-alert sab-alert-primary\" role=\"alert\">Nachdem es bei der FAZ offenbar nur so vor vernichtenden Kommentaren gehagelt hat, wurde der hier rezensierte Loomann-Beitrag abge\u00e4ndert: Die PV-Anlage kostet im 2. Anlauf 30k EUR, hat daf\u00fcr aber auch einen Batteriespeicher. Dies erlaubt laut Loomann eine 100%ige Selbstversorgung mit Strom, was zu einer Rendite von (immerhin noch) \u00fcber 6% f\u00fchre. Weshalb auch dies hahneb\u00fcchener Unsinn ist, werde ich in einem kommenden Beitrag erl\u00e4utern.<button type=\"button\" class=\"close\" data-dismiss=\"alert\" aria-label=\"Close\"><span aria-hidden=\"true\">\u00d7<\/span><\/button><\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Mit der FAZ im Dreischritt zur \u00f6konomischen Wahrheit<\/h2>\n\n\n\n<p>In der Frankfurter Allgemeinen Regierungszeitung gibt es regelm\u00e4\u00dfig eine Kolumne des Autoren Volker Loomann, in der Alltagsprobleme mit dem Instrumentarium der Investitionsrechnung analysiert werden. Die Beitr\u00e4ge folgen immer einem identischen Ritual:<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li>Es wird ein Problem vorgestellt (z.B. Ist es g\u00fcnstiger eine Wohnung zu mieten oder soll ich lieber eine Eigentumswohnung erwerben?)<\/li>\n\n\n\n<li>Anschlie\u00dfend werden zu dem Problem Kernannahmen getroffen (z.B. monatliche Kaltmiete, Kreditkonditionen, Finanzierungsform, Preis der Eigentumswohnung, Nutzungsdauer der Wohnung, gesch\u00e4tzter Wiederverkaufswert).<\/li>\n\n\n\n<li>Diese Daten werden dann in eine Tabellenkalkulation eingeklimpert, und es wird mit dem Instrumentarium der Schmalenbachschen Investitionsrechnung eine Rendite ermittelt.<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p>Mutet alles objektiv und analytisch an. Nicht minder wissenschaftlich als z.B. die <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.nationalreview.com\/corner\/professor-lockdown-modeler-resigns-in-disgrace\/\" target=\"_blank\">Modellprognosen der Covid-Toten vom Imperial College<\/a>. Oder es klingt nicht weniger seri\u00f6s als die <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/club-of-rome-die-propheten-des-untergangs-11746779.html\" target=\"_blank\">Limits of growth Studie des Club of Rome<\/a> von 1972, nach der allersp\u00e4testens in 50 Jahren s\u00e4mtliche Erd\u00f6lvorr\u00e4te ersch\u00f6pft sein w\u00fcrden. Oder es mutet so wissenschaftlich an wie die &#8211; follow the science! &#8211; aktuelle Untergangslyrik zur Klimakatastrophe, nach der <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.forbes.com\/sites\/uhenergy\/2016\/12\/14\/fact-checking-the-97-consensus-on-anthropogenic-climate-change\/\" target=\"_blank\">97% aller &#8216;Wissenschaftler&#8217;<\/a> der Hypothese vom menschengemachten Klimawandel zustimmen und der Menschheit <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/climate.ec.europa.eu\/eu-action\/climate-strategies-targets\/2050-long-term-strategy_de\" target=\"_blank\">nur noch ganz wenig Zeit bis zum Weltuntergang<\/a> bleibt. Nur gibt es auf dem Friedhof f\u00fcr Fehleinsch\u00e4tzungen halt ein extra gro\u00dfes Gr\u00e4berfeld f\u00fcr krachend gescheiterte Modellrechnungen von Wissenschaftlern&#8230; <\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Warum ich nichts von der Loomann-Kolumne halte<\/h2>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend viele Bekannte aus meinem pers\u00f6nlichen Umfeld die Loomann-Beitr\u00e4ge immer mit gro\u00dfem Interesse verfolgen, habe ich mich eigentlich nie wirklich daf\u00fcr erw\u00e4rmen k\u00f6nnen. Haupts\u00e4chlich st\u00f6ren mich dabei 2 Dinge:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Wer je mit Zinskurven an einem Bankhandelstisch gearbeitet hat, wei\u00df, dass die Schmalenbachsche Investitionsrechnung ein ziemlich antiquiertes und grobschl\u00e4chtiges Instrumentarium zur Beurteilung eines Investitionserfolges ist. Das muss kein Nachteil sein, aber man sollte es im Hinterkopf behalten, wenn jemand eine auf 2 Dezimalstellen genau berechnete Renditekennziffer pr\u00e4sentiert. Das riecht f\u00fcr mich dann immer nach Scheinpr\u00e4zision.<\/li>\n\n\n\n<li>Meine Hauptkrititk ist aber eine andere: Immer wenn Wissenschaftler (oder Leute, die sich daf\u00fcr halten) mit Modellen operieren, r\u00fcckt zwangsl\u00e4ufig die &#8220;Mechanik&#8221; des Modells in den Mittelpunkt des Interesses. Diese Interessenverlagerung in Richtung Modellmechanik erfolgt nach meiner Beobachtung ganz h\u00e4ufig auf Kosten der Qualit\u00e4t der Annahmen, die in das Modell einflie\u00dfen. Ob diese Annahmen sinnvoll und realistisch sind, ggf. kleinste \u00c4nderungen in den Parametern zu massiven Ausschl\u00e4gen im Ergebnis f\u00fchren (und sich damit praktisch jedes beliebige Ergebnis produzieren lie\u00dfe), ist bestenfalls noch Gegenstand einiger Fu\u00dfnoten.  <\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">100% Autarkie dank Solaranlage im Energiewende-Paradies<\/h2>\n\n\n\n<p>Zu welch massiven Fehleinsch\u00e4tzungen dieses unreflektierte Durchrattern von immer gleichen Modellritualen f\u00fchren kann, erkennt man im aktuellen Beitrag von Loomann, der die \u00f6konomische Sinnhaftigkeit einer Dachsolaranlage auf einem Einfamilienhaus unter dem rei\u00dferischen Titel <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/finanzen\/volker-looman\/photovoltaik-wie-eigener-solarstrom-fuer-hohe-renditen-sorgt-18745360.html\" target=\"_blank\">Wie eigener Solarstrom f\u00fcr hohe Renditen sorgt<\/a> analysiert. Der Beitrag befindet sich hinter der Paywall, ich w\u00fcrde ihn aber noch nicht einmal geschenkt f\u00fcr lesenswert halten.<\/p>\n\n\n\n<p>Loomann kommt dabei zum Ergebnis, dass eine Dachsolaranlage f\u00fcr 20&#8217;000 EUR mit einer Leistung von 10 kWp stolze 13,38% Rendite einspielt. Er bezeichnet das als ein &#8220;exzellentes Ergebnis&#8221; &#8211; eine Einsch\u00e4tzung, der ich beipflichten w\u00fcrde, wenn denn der Pr\u00e4missenrahmen realistisch w\u00e4re.<\/p>\n\n\n\n<p>Das ist er aber leider nicht: Der gr\u00f6\u00dfte Schnitzer besteht darin, dass Loomann davon ausgeht, dass man mit der Anlage den Eigenbedarf (er veranschlagt \u00fcppige 6&#8217;000 kWh\/a) zu 100% decken kann. Das \u00f6ffentliche Stromnetz existiert im Loomannschen Modell lediglich, um die verbleibenden 4&#8217;000 kWh der Jahresleistung gegen eine Einspeisungsverg\u00fctung abzuladen &#8211; auf dass sich die Netzbetreiber darum k\u00fcmmern, f\u00fcr den am Markt vorbei produzierten Strom einen Nachfrager zu finden&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p>Bleibt die spannende Frage: Wie schafft die Solaranlage es, bei Nacht und an sonnenarmen Tagen, an denen es gerade im Winter nicht mangelt, den Strom f\u00fcr den Betrieb des Durchlauferhitzers, der W\u00e4rme- oder Heizungspumpe, der Gefrierkombi, der Regelungs- und Unterhaltungselektronik und der Beleuchtung des EFH zu erzeugen?<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Von der Modellwelt zur Realit\u00e4t<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Monatsgenaue Leistungserhebung der Hochschule Trier<\/h3>\n\n\n\n<p>Wie abwegig die Loomannschen Berechnungen sind, zeigt sich sp\u00e4testens, wenn man auf Monatsausbeuten der PV-Anlage abstellt. Loomann unterstellt ja, dass die Solaranlage \u00fcber das ganze Jahr hinweg rund um die Uhr immer exakt den Eigenverbrauch plus <em>x<\/em> erzeugt, wobei <em>x<\/em> dann ins \u00f6ffentliche Netz gegen Verg\u00fctung eingespeist werden soll.<\/p>\n\n\n\n<p>Widmen wir uns zun\u00e4chst einmal der Frage, wie stabil der Verbrauch \u00fcber die einzelnen Monate ist. Laut <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.musterhaushalt.de\/impressum\/datenbasis\/\" target=\"_blank\">musterhaushalt.de<\/a> ist der Verbrauch ann\u00e4hernd gleichverteilt. Etwas h\u00f6her in den Wintermonaten, etwas niedriger in den Sommermonaten. Der Durchschnittshaushalt verbraucht im Juni mit 7,6% den geringsten und im Januar mit 9,3% den h\u00f6chsten Anteil des Jahresverbrauchs. Insgesamt alles hinreichend nah an 1\/12=8,3% <\/p>\n\n\n\n<p>Einschr\u00e4nkend anzumerken ist, dass die Datenbasis auf den Jahren zwischen 1992 und 2008 beruht. Insofern ist davon auszugehen, dass W\u00e4rmepumpen noch keine Rolle gespielt haben.<\/p>\n\n\n\n<p>Zu der Frage, wie sich die Jahresausbeute von PV-Anlagen auf die einzelnen Monate verteilt, gibt es eine interessante &#8211; und dankenswerterweise ideologiefreie &#8211; <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.umwelt-campus.de\/fileadmin\/Umwelt-Campus\/User\/HteHeesen\/research\/pv\/Ertragsstudie_2020.pdf\" target=\"_blank\">j\u00e4hrliche Erhebung der Hochschule Trier<\/a>. <\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr den PLZ-Bereich 60xxx (also den Sitz der Frankfurter Allgemeinen Regierungszeitung, in der der Loomannsche Unfug ver\u00f6ffentlicht worden ist) ergibt sich folgendes:<\/p>\n\n\n\n<p>\u00dcber die sonnenreichen Monate (M\u00e4rz bis September) ergibt sich bei einem angenommen Monatsverbrauch von 500 kWh eine \u00dcberschussproduktion von gut 5&#8217;000 kWh, die zu 8 ct\/kWh ins \u00f6ffentliche Netz &#8220;entsorgt&#8221; werden muss.<\/p>\n\n\n\n<p>In den sonnenarmen Monaten (Oktober bis Februar) ergibt sich spiegelbildlich ein Defizit von 1&#8217;000 kWh, das aus dem \u00f6ffentlichen Netz zum regul\u00e4ren Tarif von 35 ct\/kWh bezogen werden muss.<\/p>\n\n\n\n<p>Somit wird schon mal die Annahme von Loomann widerlegt, dass die 10 MWh Jahresausbeute sich auf 6 MWh Eigenverbrauch und 4 MWh verg\u00fctetete Einspeisung aufteilen. Bei idealisiertem Verbrauchsverhalten w\u00e4ren rein meteorologisch bestenfalls 5 MWh Eigenverbrauch, 1 MWh zus\u00e4tzlicher Bezug aus dem Netz und 5 MWh Einspeisung m\u00f6glich.<\/p>\n\n\n\n<p>Das allein w\u00e4re halb so wild, denn dann m\u00fcsste die Berechnung von Loomann lediglich um j\u00e4hrlich ca. 270 EUR (1000 kWh mehr, die im Sommer billig eingespeist und im Winter teuer zur\u00fcckgekauft werden m\u00fcssen) korrigiert werden. Bei einer j\u00e4hrlichen Return von \u00fcber 2&#8217;000 EUR kein Beinbruch.<\/p>\n\n\n\n<p>Nur beinhaltet das halt immer noch zahlreiche unrealistische Annahmen:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>In den sonnenstarken \u00dcberschussmonaten werden alle Ger\u00e4te <strong>exakt und nur dann<\/strong> eingeschaltet, wenn die Solaranlage gerade die entsprechende Leistung liefert. Sinkt die Leistung der Anlage, m\u00fcssen sofort zeitgleich Verbraucher abgeschaltet werden. Solange Dunkelheit herrscht, wird kein einziges elektrisches Ger\u00e4t betrieben. Bei Sonneneinstrahlung darf die Gesamtlast der Verbraucher niemals \u00fcber der aktuellen Leistung der Anlage &#8211; und erst recht nicht \u00fcber der theoretischen Spitzenleistung der Anlage (10 kW) liegen. Also kein Duschen mit Durchlauferhitzer (10 &#8211; 20 kW), zeitgleicher Betrieb von 2 Herdplatten und Backofen, w\u00e4hrend der Wasserkocher und die Mikrowelle laufen usw.<\/li>\n\n\n\n<li>In den sonnenarmen Defizitmonaten m\u00fcssen Verbraucher <strong>immer exakt in der H\u00f6he der aktuellen Leistung der PV-Anlage zu- und abgeschaltet werden<\/strong>, damit eine 100%ige Entnahme des eigenerzeugten Stroms sichergestellt ist. F\u00fcr eine dar\u00fcber hinausgehende Nutzung besteht ein Kontingent von 1&#8217;000 kWh, das \u00fcber die 4 Monate von Oktober bis Februar sonnenunabh\u00e4ngig verbraucht werden darf. Sobald dieses Kontingent ersch\u00f6pft ist, kann die Stromentnahme nur noch bei entsprechender Leistung der PV-Anlage erfolgen. (Viel Spa\u00df bei der Umsetzung&#8230;)<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-group\"><div class=\"wp-block-group__inner-container is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained\">\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Eigenverbrauchsanteil \u00fcber den Daumen gepeilt<\/h3>\n\n\n\n<p>Realit\u00e4tstauglicher sind vermutlich die Angaben, die PV-Betreiber zu ihrem Eigenverbrauch machen. Aus meinem pers\u00f6nlichen Umfeld werden mir Werte bis zu 30% der Gesamtproduktion zugerufen (bei h\u00f6heren Werten sind kostenintensive Stromspeicher im Spiel). Allerdings habe ich nicht selten den Eindruck, dass diese Bekannten &#8211; Stichwort kognitive Dissonanz &#8211; zur \u00dcbertreibung neigen, wenn es um die r\u00fcckblickende Beurteilung ihrer Investitionsentscheidung geht.<\/p>\n\n\n\n<p>Laut DWD beliefen sich die <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/de.statista.com\/statistik\/daten\/studie\/249925\/umfrage\/sonnenstunden-im-jahr-nach-bundeslaendern\/\" target=\"_blank\">Sonnenstunden in Deutschland im Jahr 2022<\/a> auf rund 2&#8217;000 (je nach Bundesland zwischen 1&#8217;910 h und 2&#8217;185 h). Ohne jetzt auf die Frage einzugehen, wie der DWD eine Sonnenstunde definiert und ob diese Definition deckungsgleich mit den Betriebsvoraussetzungen f\u00fcr die Solarstromproduktion ist: Pi mal Daumen k\u00f6nnte man demnach zu rund 23% der Zeit aus der Solaranlage Eigenstrom beziehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese Pi-mal-Daumen Rechnung deckt sich ziemlich gut mit den im <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/echtsolar.de\/photovoltaik-eigenverbrauch\/\" target=\"_blank\">Internet kursierenden Richtwerten<\/a> f\u00fcr den Eigenverbrauch. Je nach Autor werden zwischen 20 und 30% veranschlagt. Die von mir verlinkte Seite geht bei 6 MWh Jahresverbrauch von  20% Eigenverbrauchsquote aus. Wie sich die Investitionsrechnung ver\u00e4ndert, wenn 80% des von Loomann mit Grenzkosten von 0 ct\/kWh veranschlagten Eigenverbrauchs zum regul\u00e4ren Tarif aus dem \u00f6ffentlichen Netz bezogen werden m\u00fcssen, kann sich jeder selbst ausmalen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Ending on a positive note&#8230;<\/h2>\n\n\n\n<p>Eigentlich wollte ich an dieser Stelle noch einen \u00f6konomischen Verriss zu Balkon-Solarkraftwerken verfassen. Nur k\u00f6nnten diese tats\u00e4chlich einen \u00f6konomischen Nutzen haben. <\/p>\n\n\n\n<p>Das Kernproblem der vollwertigen PV-Anlagen besteht ja darin, dass der Gro\u00dfteil (ca. 80%) des erzeugten Stroms gar nicht verwendet werden kann und zu einem f\u00fcr den Erzeuger g\u00e4nzlich unattraktiven (aber \u00f6konomisch mehr als gerechtfertigten!) Entgelt ins \u00f6ffentliche Netz eingeleitet wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Solange nun aber die PV-Anlage entsprechend klein ausgelegt ist, sorgen st\u00e4ndige Verbraucher wie K\u00fchlschrank, Router usw. f\u00fcr eine ausreichende &#8220;Grundlast&#8221;, um eine entsprechend hohe Eigennutzungsquote zu erzielen. Hinzu kommen diskretion\u00e4re Verbraucher wie Sp\u00fcl- und Waschmaschine, die man zumindest in den Sommermonaten gezielt einschalten kann, wenn die Kleinanlage gerade nahe ihres Leistungspeaks arbeitet.<\/p>\n\n\n\n<p>Balkon-PV-Betreiber berichten von Eigenverbrauchsquoten <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/youtu.be\/J5Zv8iq7jZQ?t=239\" target=\"_blank\">um die 70%<\/a>, in einem anderen Beitrag lese ich etwas von <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/balkon.solar\/wirtschaftlichkeit\/\" target=\"_blank\">80% Eigenverbrauchsanteil<\/a> f\u00fcr eine \u00fcbliche 600 Wp-Anlage, die bei ca. 700 EUR handelt. Bei exakt s\u00fcdlicher Ausrichtung und 30 Grad Neigung ergibt sich eine Ausbeute von rund 600 kWh\/a. Wir rechnen mit einem Eigenverbrauchsanteil von 75% und kommen auf 450 kWh\/a Stromeinsparung. <\/p>\n\n\n\n<p>Bei konstant 35 ct\/kWh und vorsichtig veranschlagten 6 Jahren Nutzungsdauer entspr\u00e4che dies einer internen Verzinsung von gut 9% p.a. <\/p>\n\n\n\n<p> <\/p>\n<\/div><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit der FAZ im Dreischritt zur \u00f6konomischen Wahrheit In der Frankfurter Allgemeinen Regierungszeitung gibt es regelm\u00e4\u00dfig eine Kolumne des Autoren Volker Loomann, in der Alltagsprobleme mit dem Instrumentarium der Investitionsrechnung<span class=\"more-button\"><a href=\"https:\/\/hobbykeller.spdns.de\/?p=1769\" class=\"more-link\">Continue reading<span class=\"screen-reader-text\">Energiewende-M\u00e4rchen im Gewand einer Investitionsrechnung<\/span><\/a><\/span><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[359],"tags":[363,364,368,361,362,365,367],"class_list":["post-1769","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-geburtstagsfestschrift","tag-energiewende","tag-faz","tag-investitionsrechnung","tag-pv-anlage","tag-solar","tag-vermogensfrage","tag-wirtschaftlichkeitsrechnung"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/hobbykeller.spdns.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1769","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/hobbykeller.spdns.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/hobbykeller.spdns.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hobbykeller.spdns.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hobbykeller.spdns.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1769"}],"version-history":[{"count":13,"href":"https:\/\/hobbykeller.spdns.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1769\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1787,"href":"https:\/\/hobbykeller.spdns.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1769\/revisions\/1787"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/hobbykeller.spdns.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1769"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/hobbykeller.spdns.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1769"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/hobbykeller.spdns.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1769"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}