{"id":190,"date":"2015-02-07T17:16:57","date_gmt":"2015-02-07T16:16:57","guid":{"rendered":"http:\/\/hobbykeller.spdns.de\/?p=190"},"modified":"2020-04-30T16:12:39","modified_gmt":"2020-04-30T14:12:39","slug":"moeglichkeiten-und-grenzen-der-eigenbewertung-von-zinsderivaten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hobbykeller.spdns.de\/?p=190","title":{"rendered":"Bewertung von Zinsderivaten in Eigenregie"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/hobbykeller.spdns.de\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/Strawberry_Cake.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-207 alignleft\" src=\"http:\/\/hobbykeller.spdns.de\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/Strawberry_Cake.jpg\" alt=\"Strawberry_Cake\" width=\"207\" height=\"156\" \/><\/a>&#8220;Piece of cake&#8221; &#8211; sagt der Amerikaner gern, wenn er meint, dass sich etwas problemlos bewerkstelligen l\u00e4sst. &#8220;Piece of cake&#8221; glauben auch viele, wenn es um die Bewertung von Derivaten geht. Nur t\u00e4uschen sie sich da gewaltig.<\/p>\n<p>Weshalb ist die Bewertung eines Zinsderivats so kompliziert? Was ben\u00f6tigt man daf\u00fcr eigentlich?<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<h1>Besonderheiten von Zinsderivaten<\/h1>\n<p>Wenn ich mit branchenfremden Gespr\u00e4chspartnern \u00fcber die Bewertung von Zinsderivaten spreche, h\u00f6re ich oft S\u00e4tze wie: &#8220;Wie, da wei\u00df jemand nicht, ob seine Derivatposition gerade profitabel ist oder nicht? &#8211; Wenn ich eine Aktie kaufe, dann kann ich doch auch berechnen, welchen Gewinn oder Verlust ich bislang gemacht habe!&#8221;<\/p>\n<p>Ich entgegne dann immer, dass das bei Derivaten nicht so einfach sei und es gewaltige Unterschiede zu klassischen Anlageformen wie Aktien oder Anleihen gebe:<\/p>\n<p>[table id=8 \/]<\/p>\n<h1>Komponenten des \u00f6konomischen Erfolgs bei Zinsderivaten<\/h1>\n<p>W\u00e4hrend die Erfolgsbeurteilung einer Aktienanlage in Form einer schlichten Rechnung \u00e0 la &#8220;aktueller Kurs minus Einstiegskurs plus vereinnahmte Dividenden&#8221; durchgef\u00fchrt werden kann, sind bei einem Zinsderivat grunds\u00e4tzlich zwei Erfolgskomponenten zu ber\u00fccksichtigen:<\/p>\n<ol>\n<li>der Saldo aller in der Vergangenheit geleisteten und empfangenen Zahlungen, die mit den jeweiligen Fixing-Terminen unab\u00e4nderlich feststehen<\/li>\n<li>der gegenw\u00e4rtige Barwert aller noch ausstehenden Zahlungen, der von der Marktentwicklung abh\u00e4ngt<\/li>\n<\/ol>\n<p>Der Anteil beider Komponenten am \u00f6konomischen Erfolg verschiebt sich \u00fcber die Lebensdauer des Derivats: Direkt nach Gesch\u00e4ftsabschluss wird der Erfolg ausschlie\u00dflich durch die zweite Komponente (Barwert) bestimmt. Mit jedem Zahlungsaustausch w\u00e4hrend der Laufzeit verlagern sich Teile des jeweils aktuellen Barwertes auf die erste Komponente (Saldo geflossener Zahlungen), bis schlie\u00dflich der Barwert bei F\u00e4lligkeit null betr\u00e4gt und der \u00f6konomische Erfolg ausschlie\u00dflich durch den Saldo der vergangenen Zahlungsstr\u00f6me bestimmt wird.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend ein Kontrahent die vergangenen Zahlungen aus Komponente 1 direkt aus den Buchungen auf seinem Konto und den Fixing-Mitteilungen der Bank erkennen kann, stellt die Ermittlung des Barwertes eine meist un\u00fcberwindbare H\u00fcrde dar.<\/p>\n<p>Dieser Sachverhalt ist besonders deshalb brisant, weil der Barwert wie zuvor beschrieben gerade in der fr\u00fchen Phase die dominierende Komponente des \u00f6konomischen Erfolgs darstellt. Die einfacher ermittelbare Komponente der bereits geflossenen Zahlungen bekommt erst in der Sp\u00e4tphase eine Aussagekraft. Daraus ergeben sich folgende wichtige Konsequenzen:<\/p>\n<ul>\n<li>Ein Kunde kann die \u00f6konomische Vorteilhaftigkeit eines Derivats erst in der Sp\u00e4tphase erkennen, wenn der Barwert eine untergeordnete Rolle spielt und der Gro\u00dfteil der Zahlungen bereits geflossen ist &#8211; dann ist es allerdings zu sp\u00e4t, um einen eventuellen Verlust abzuwenden.<\/li>\n<li>Gerade bei Abschluss eines Derivatgesch\u00e4fts hat ein Kunde kaum M\u00f6glichkeiten zu \u00fcberpr\u00fcfen, ob und wie stark die Bank ihn durch eine sog. einstrukturierte Marge \u00fcbervorteilt. Ob eine grunds\u00e4tzliche Pflicht der Bank besteht, ihren Kunden explizit auf einen negativen anf\u00e4nglichen Barwert hinzuweisen, ist eine regelm\u00e4\u00dfige Streitfrage bei Schadensersatzklagen nach Derivatverlusten.<\/li>\n<li>Kunden neigen naturgem\u00e4\u00df dazu, eine Erfolgsprognose auf Basis derjenigen Informationen abzugeben, die auch f\u00fcr sie einfach ermittelbar sind. Daher glauben viele Kontrahenten, ein Derivat sei vorteilhaft, wenn sie an den ersten Zahlungsterminen von der Bank mehr Geld erhalten als sie zahlen.<br \/>\nBanken nutzen diese Fehleinsch\u00e4tzung mitunter aus, indem sie die Zahlungsstr\u00f6me so gestalten, dass in den ersten Phasen auf jeden Fall ein kleiner Gewinn f\u00fcr den Kunden anf\u00e4llt. Im Fachjargon wird dies als &#8220;Teaser Coupon&#8221; oder &#8220;<a href=\"http:\/\/dict.leo.org\/ende\/index_de.html#\/search=Lockzinsangebot&amp;searchLoc=0&amp;resultOrder=basic&amp;multiwordShowSingle=on\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Teaser Rate<\/a>&#8221; bezeichnet.<br \/>\nDass diesen bescheidenen Anfangsgewinnen ein vielfach h\u00f6herer negativer Marktwert gegen\u00fcbersteht, der sich erst sp\u00e4ter zahlungswirksam entl\u00e4dt, ist dem Kunden dabei nicht bewusst.<\/li>\n<li>Problematisch in diesem Zusammenhang sind auch sog. &#8220;Restrukturierungen&#8221;. Will ein Kontrahent vor Ende der vorgesehenen Laufzeit aus einem Derivat aussteigen, das f\u00fcr ihn bereits einen negativen Marktwert hat, so muss er der Bank als Ausgleich diesen Barwert bezahlen. Stattdessen bieten Banken jedoch h\u00e4ufig an, dass die Verluste in einen Neuabschluss eines weiteren Derivats wieder eingebaut werden.<br \/>\nAbgesehen davon, dass viele Kunden f\u00e4lschlicherweise annehmen, ihnen sei dank der Restrukturierung \u00fcberhaupt kein Verlust entstanden, ergibt sich das Problem, dass das gesamte noch ausstehende Ergebnis des alten Abschlusses mit in den Barwert des neuen Abschlusses eingebaut wird. Mit dieser Ergebnisvermischung verliert der Kunde aber zunehmend die \u00dcbersicht \u00fcber die Kosten seiner Derivatengagements. Zudem ist nach der Restrukturierung wiederum allein der Barwert die entscheidende Erfolgskomponente &#8211; also genau die Gr\u00f6\u00dfe, die ein Laie nicht selbst\u00e4ndig beobachten kann.<\/li>\n<\/ul>\n<h1>Voraussetzungen zur Barwertermittlung<\/h1>\n<p>Nachfolgend wird die &#8220;Minimalausstattung&#8221; beschrieben, die man zur Bewertung eines Derivats ben\u00f6tigt. Grunds\u00e4tzlich verh\u00e4lt es sich beim Pricing nicht anders als beim Kochen: Man ben\u00f6tigt Zutaten (Marktdaten), Rezepte (Algorithmen und Bewertungsverfahren) und Kochger\u00e4te (Soft- und Hardware).<\/p>\n<h2>Marktdatenzugang<\/h2>\n<p>Selbst die Barwertermittlung eines einfachen 7-j\u00e4hrigen Zinsswaps erfordert die simultane Kenntnis von <strong>\u00fcber 50 verschiedenen Zinss\u00e4tzen und Futures-Kursen<\/strong>. Da diese Preisinformationen anders als bei Aktienkursen nicht kostenlos aus \u00f6ffentlichen Quellen beziehbar sind, muss man ein Abonnement bei Spezialanbietern wie Reuters oder Bloomberg abschlie\u00dfen.<\/p>\n<p>Kostenpunkt dieser Ma\u00dfnahme:<a href=\"http:\/\/qz.com\/84961\/this-is-how-much-a-bloomberg-terminal-costs\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" class=\"broken_link\"> rund 24.000 USD im Jahr<\/a>. Dabei handelt es sich jedoch nur um den Basispreis des Abonnements. Es werden i.d.R. noch weitere Geb\u00fchren f\u00fcr die Freischaltung von Preisquellen bei B\u00f6rsen und Brokern f\u00e4llig. Wer dar\u00fcber hinaus noch Echtzeitdaten ben\u00f6tigt, muss mit deutlich h\u00f6heren Geb\u00fchren rechnen.<\/p>\n<p>Mittlerweile ist sogar die zeitnahe \u00dcberpr\u00fcfung von Fixing-Best\u00e4tigungen der Banken nur noch eingeschr\u00e4nkt m\u00f6glich, wenn man nicht ein Abonnement abschlie\u00dft, was <a href=\"http:\/\/www.emmi-benchmarks.eu\/assets\/files\/Subscription%20Completion%20Example_Mar2015.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">mindestens weitere 500 EUR im Jahr<\/a> f\u00fcr eine Einzelplatzlizenz kostet.<\/p>\n<h2>Bewertungs-Software<\/h2>\n<p>Um aus den Marktdaten Forward-S\u00e4tze und Diskontfaktoren zu erzeugen und um die Zahlungtermine und -betr\u00e4ge aus den entsprechenden Derivatparametern abzuleiten, bedarf es zudem einer besonderen Software. Auch hier muss auf Spezialanbieter wie Murex, Calypso u.\u00e4. zur\u00fcckgegriffen werden. Die Kosten sind hier nur schwer abzusch\u00e4tzen, da die Lizenzen individuell verhandelt werden. Gro\u00dfbanken entrichten jedes Jahr ein- bis zweistellige Millionenbetr\u00e4ge f\u00fcr ihre Nutzungslizenz. Zwar gibt es mit der QuantLib eine erstklassige kostenlose quelloffene Alternative, f\u00fcr ihre Nutzung sind jedoch umfangreiche Produkt- und Programmierkenntnisse erforderlich, die nur die wenigsten Anwender mitbringen.<\/p>\n<p>I.d.R. erfordert eine solche Software, dass auch ein Datenbank-Server vorhanden ist. Und mit Datenbank ist nicht etwa Microsoft Access &#8211; oder schlimmer noch die missbr\u00e4uchliche Verwendung von Excel als Datenbank &#8211; gemeint, sondern eine echte Datenbank. Kostenpunkt f\u00fcr kommerzielle L\u00f6sungen wie Sybase oder Oracle: mindestens ein vierstelliger Betrag pro Jahr. Auch hier gibt es nat\u00fcrlich erstklassige quelloffene Alternativen (z.B. PostgreSQL oder mongoDB) &#8211; allerdings gelten dieselben Einschr\u00e4nkungen wie bei der quelloffenen Bewertungssoftware.<\/p>\n<h2>Implementierungsberatung<\/h2>\n<p>Ferner weit verbreitet ist die Vorstellung, dass eine derartige Bewertungs-Fabrik so funktioniert, wie der gute alte VW-K\u00e4fer. Kaufen &#8211; reinsetzen &#8211; Z\u00fcndschl\u00fcssel umdrehen. Und er l\u00e4uft und l\u00e4uft und l\u00e4uft. Diese Vorstellung ist \u00fcbrigens auch auf Seiten der Banken weit verbreitet &#8211; jedenfalls dann, wenn man mit Vorstands- oder vorstandsnahen Ebenen spricht. Die beschweren sich n\u00e4mlich regelm\u00e4\u00dfig \u00fcber ausufernde IT-Budgets, weil sie sich niemals in die Niederungen ihrer Bewertungs-Fabriken begeben mussten, gleichzeitig aber kein Problem damit haben, als j\u00e4hrliche Zielvorgabe f\u00fcr den Derivathandel einen dreistelligen Millionenbetrag zu veranschlagen.<\/p>\n<p>Leider verh\u00e4lt es sich bei der zuvor aufgef\u00fchrten Software etwas anders als beim VW K\u00e4fer. Es ist nicht etwa so, als w\u00fcrde man Windows auf seinem heimischen PC installieren. Nach dem Erwerb der Lizenz sollte man sich auf eine lange Implementierungsphase einrichten, bei der Au\u00dfenberater der Softwarehersteller die Software auf den Kundenrechnern einrichten und konfigurieren m\u00fcssen. Das klingt sehr entgegenkommend und bequem, nur leider hat dieses Entgegenkommen nat\u00fcrlich auch einen Preis: fliegen die Berater &#8211; ob f\u00fcr die Ersteinrichtung oder wegen Problemen im laufenden Betrieb &#8211; ein, dann sind Tagesgagen von 5&#8217;000 EUR keine Seltenheit.<\/p>\n<p><span class=\"ftalternatingbartextlarge\">Ein Nutzer in einem Forum f\u00fcr Derivath\u00e4ndler <a href=\"https:\/\/forum.wilmott.com\/viewtopic.php?f=10&amp;t=41503&amp;p=433209&amp;hilit=murex+summit#p433209\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">f\u00fchrt hierzu aus<\/a>:<\/span><\/p>\n<blockquote><p><span class=\"ftalternatingbartextlarge\">If you have people who successfully implemented one of these products, then go for it. Else, you will pay K\u20ac \/ even M\u20ac to get simple things working. (licensing cost and consulting, and implementation and &#8230;)<\/span><\/p><\/blockquote>\n<h1>Alternativen<\/h1>\n<h2>Budget Software und Online L\u00f6sungen<\/h2>\n<p>Mittlerweile existiert eine ganze Menge semi-professioneller Software- und Online L\u00f6sungen, die f\u00fcr sich beanspruchen, eine kosteng\u00fcnstigere Bewertung und Verwaltung von Derivatbest\u00e4nden zu erm\u00f6glichen.<\/p>\n<p>Nach meiner pers\u00f6nlichen Erfahrung k\u00f6nnen alle diese semi-professionellen L\u00f6sungen letztendlich nicht \u00fcberzeugen. Meist bieten die aus diesen Systemen ermittelten Barwerte bestenfalls einen groben Anhaltspunkt, weil die Bewertungskurven unzul\u00e4nglich modelliert werden, veraltete oder unvollst\u00e4ndige Marktdaten verwendet werden oder die Parametrisierungsm\u00f6glichkeiten nicht ausreichen, um die Derivate detailgenau zu erfassen.<\/p>\n<h2>Externe Beratung<\/h2>\n<p>Selbst wenn die Billiganbieter (und &#8220;billig&#8221; ist hier relativ zu verstehen &#8211; auch hier bewegt sich ein Jahresabonnement problemlos im Bereich von 25 Tsd. EUR) diese Unzul\u00e4nglichkeiten irgendwann \u00fcberwinden k\u00f6nnen und Software-L\u00f6sungen vorliegen, die mit den heutigen professionellen Systemen vergleichbar sind, bleibt immer noch die wichtigste Einschr\u00e4nkung: Ohne die entsprechende Expertise des jeweiligen Nutzers taugt die beste Software nichts. Ein sinnvoller Einsatz einer solchen Software setzt eine jahrelange finanzmathematische Spezialausbildung und tausende von Stunden im praktischen Umgang mit Derivaten voraus.<\/p>\n<p>Da Unternehmens-Treasurer, Controller und K\u00e4mmerer sich nicht den ganzen Tag mit der Bewertung von Zinsderivaten besch\u00e4ftigen k\u00f6nnen, scheint es somit am sinnvollsten, auf entsprechende Spezialberater zur\u00fcckzugreifen. &#8211; Nur sollte man dann darauf achten, dass die jeweiligen Spezialberater auch wirklich \u00fcber die n\u00f6tigen Instrumente und die Expertise verf\u00fcgen.<br \/>\nIm Beratungsmarkt tummeln sich jede Menge Feld-, Wald- und Wiesenberater (mal mit, mal ohne Doktortitel), die von sich glauben oder behaupten, eine solche Beratung anbieten zu k\u00f6nnen, weil sie mal BWL studiert oder eine Ausbildung als Bankkaufmann abgeschlossen haben. <a href=\"http:\/\/hobbykeller.spdns.de\/?page_id=513\">Pr\u00fcfen Sie daher sorgf\u00e4ltig<\/a>, ob die beworbene Expertise tats\u00e4chlich vorhanden ist.<\/p>\n<h1>Komplexit\u00e4t eines Derivats<\/h1>\n<p>Angesichts des zuvor dargestellten Aufwands, der betrieben werden muss, um ein angemessenes Instrumentarium f\u00fcr die Bewertung und das Risikomanagement von Derivatportfolien bereitzuhalten, wirkt die Einteilung in &#8220;komplexe&#8221; und &#8220;weniger komplexe&#8221; Derivate aus der Perspektive eines Endkunden geradezu absurd.<\/p>\n<p>Derartige Abgrenzungsversuche werden allerdings regelm\u00e4\u00dfig von beklagten Banken in Derivatprozessen praktiziert. Sie haben das Ziel, die Gerichte davon zu \u00fcberzeugen, dass das Gesch\u00e4ft eines Kl\u00e4gers nicht mit dem Derivat vergleichbar sei, was dem sog. &#8220;Ille-Urteil&#8221; des BGH aus dem Jahr 2011 zugrunde lag. Durch diese gezielte Verharmlosung der Komplexit\u00e4t von Zinsderivaten wird den Gerichten suggeriert, dass ein strittiges Zinsderivat ja so transparent sei, dass der Kunde z.B. auch problemlos selbst eine ansonsten offenlegungspflichtige \u00dcbervorteilung durch einen anf\u00e4nglichen negativen Marktwert h\u00e4tte erkennen k\u00f6nnen (siehe hierzu meinen <a title=\"BGH: Bankhaftung f\u00fcr Verluste bei \u201ceinfach strukturierten\u201d Derivaten\" href=\"http:\/\/hobbykeller.spdns.de\/?p=31\">Beitrag zu &#8220;einfach strukturierten&#8221; Derivaten<\/a>).<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8220;Piece of cake&#8221; &#8211; sagt der Amerikaner gern, wenn er meint, dass sich etwas problemlos bewerkstelligen l\u00e4sst. &#8220;Piece of cake&#8221; glauben auch viele, wenn es um die Bewertung von Derivaten<span class=\"more-button\"><a href=\"https:\/\/hobbykeller.spdns.de\/?p=190\" class=\"more-link\">Continue reading<span class=\"screen-reader-text\">Bewertung von Zinsderivaten in Eigenregie<\/span><\/a><\/span><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[4],"tags":[31,33,30,32,43,29],"class_list":["post-190","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-derivate","tag-barwert","tag-beratung","tag-bewertung","tag-consulting","tag-komplexitaet","tag-zinsderivate"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/hobbykeller.spdns.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/190","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/hobbykeller.spdns.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/hobbykeller.spdns.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hobbykeller.spdns.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hobbykeller.spdns.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=190"}],"version-history":[{"count":31,"href":"https:\/\/hobbykeller.spdns.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/190\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1278,"href":"https:\/\/hobbykeller.spdns.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/190\/revisions\/1278"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/hobbykeller.spdns.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=190"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/hobbykeller.spdns.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=190"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/hobbykeller.spdns.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=190"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}